Oh Canada 🇹🇩!

01.07.2018

Canada Day! Ein Land im rot-weiß Fieber. Die Kanadier lieben ihr Land und lassen es am offiziellen Geburtstag gehörig hochleben.

Bevor wir uns aber selber ein Bild davon machen konnten, mussten wir erstmal unsere sieben Sachen zusammenpacken und das AirBnB in Nanaimo rĂ€umen. Wir waren noch nie derart ĂŒberhastet aus der TĂŒr befördert worden wie hier. Es war derart komisch, dass wir gar nicht entrĂŒstet sein konnten. Noch kauten wir am letzten Bagel, da wuselte Linna schon um uns herum, wollte die Teller abrĂ€umen, unser Zimmer neu beziehen. Fast hĂ€tte sie uns auch die Schuhe angezogen. Dabei erkundigten sie und Tom sich aber dennoch höflich nach unserem gestrigen Tag, um dennoch die Höflichkeit zu wahren. Es war ein abstruses Spiel. Bevor wir Gefahr liefen mit dem Besen noch zur TĂŒr hinausgekehrt zu werden, packten wir selber unser BĂŒndel und machten uns aus dem Staub. Wieder auf Richtung Victoria. Irgendwo zwischendrin hatte Jakob dann den blendenden Einfall, nochmals die Lage auf „Enrico Winery“ zu checken, wo wir vor zwei Tagen schon einen tollen Nachmittag hatten. Lag ja auf dem Weg. Gesagt, getan. Die Weinstöcke lagen im frischen ApfelgrĂŒn vor uns und die Sonne lachte derart einladend vom Himmel, dass wir uns auf der Terrasse niederließen. Ganze zwei Stunden verstrichen, ohne dass wir viel davon mitbekamen. Doch heute wollten wir definitiv nach Victoria und am Ende kamen wir dort tatsĂ€chlich auch an. Eine Stadt an der MeereskĂŒste, mit kreischenden Möwen, einem wunderschönen Hafen und heute im absoluten Ausnahmezustand. Überall hĂ€ngen Kanadaflaggen, die Menschen sind in rot-weißen Klamotten unterwegs, schwingen FĂ€hnchen, zeigen ihre Liebe zum Land. Im Park vor dem prunkvollen ParlamentsgebĂ€ude finden Konzerte und AuffĂŒhrungen statt, Leute sitzen in der Sonne, essen, trinken, lachen. Sogar das verpönte „Public Drinking“ ist heute nicht ganz so strikt geahndet, wie sonst. Die Polizisten drĂŒcken gerne mal ein Auge zu am Canada Day. An der Uferpromenade findet man kleine KunsthandwerkerstĂ€nde und „Fressbuden“, die fĂŒrs leibliche Wohl sorgen. Jeder ist entspannt, feiert, genießt den Tag. Wir hatten nicht all zu viel Zeit, weil wir um 19:00 die FĂ€hre nach Vancouver nehmen wollten. Bei schönstem Sonnenschein und frischer Brise verließen wir Vancouver Island. Und wurden in Vancouver mit Regenschauern begrĂŒĂŸt. Doch gegen 22:00 ließen auch die nach und wir konnten dann am Ufer des Burrard Inlet am „Canada Place“ das Feuerwerk zur Feier des Tages bestaunen. Um die 200.000 Leute treffen sich dort, um das Spektakel zu bewundern. 20 Minuten wunderschöne Funkenregen. Welch krönender Abschluss des Tages!

Der „Canada Day“, ein Tag zum Feiern. Doch auch ein Tag der Trauer fĂŒr uns. Hier endet unsere gemeinsame Fahrt. Einmal quer durch Kanada von Ost nach West. Wir haben es getan. Durch Berge und WĂ€lder, ĂŒber Seen und FlĂŒsse. Haben BĂ€ren und Elche gesehen, um unser Auto gebangt, unzĂ€hlige liebenswerte, offene und hilfsbereite Menschen auf dem Weg getroffen, kennengelernt und ins Herz geschlossen. Die Geheimnisse der kanadischen SanitĂ€reinrichtungen gelĂŒftet und in kulinarischen Spitzenrestaurants diniert. Wir hatten unsere Höhen und Tiefen und doch haben wir die Strecke von 17.000km zwischen Atlantik und Pazifik bewĂ€ltigt. Doch alles hat irgendwann ein Ende. Das der unsrigen Tour befindet sich in Vancouver. Von hier heißt es Abschied nehmen. Abschied nehmen von einer Zeit und einer Reise, die uns alle irgendwie berĂŒhrt und gezeichnet hat. Abschied nehmen voneinander. Doch gewiss kein Abschied auf Lebenszeit. Irgendwo, irgendwann werden sich unsere Wege wieder kreuzen. Vielleicht in Deutschland, vielleicht in Kanada, vielleicht in Timbuktu oder auf den Osterinseln. Und dann, dass verspreche ich euch, gibt es hier ein RĂ©unions-Foto!

Euch ganz lieben Dank, dass ihr uns so fleißig den ganzen Weg begleitet habt. Mir persönlich war es eine ganz besondere Freude, euch ein StĂŒck mitzunehmen und euch ein wenig an den Abenteuer teilhaben zu lassen. Mein Vorschlag an euch: Packt euch ein wenig Zeit in den Koffer, bucht einen Flug und lasst euch selber von der Vielfalt und der weiten wilden Natur Kanadas verzaubern!

Mit lieben GrĂŒĂŸen und den besten WĂŒnschen

Eure Wolpis

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Ein abermaliger Abstecher zur „Enrico Winery“, bevor es nach Victoria ging
Canada Day in Victoria
Canada Day in Victoria
Der Himmel ĂŒber Victoria
Der Himmel ĂŒber Victoria
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Zwischen den Inseln – Fahrt nach Vancouver mit der FĂ€hre
Zwischen den Inseln - Fahrt nach Vancouver mit der FĂ€hre
Abendstimmung ĂŒber dem Pazifik
Henkersmahlzeit oder „The last breakfast - unser letztes gemeinsames Mahl
Henkersmahlzeit oder „The last breakfast – unser letztes gemeinsames Mahl
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Auf der Suche nach Tarzan

30.06.2018

Dicke Wolken und Nieselregen begrĂŒĂŸten uns, als wir die Nasen zur TĂŒr hinausstreckten. Regenjacke an, Augen zu und durch. Irgendwo muss doch die Krupp-Stahl-MentalitĂ€t zu Tage kommen (rostet Stahl nicht im Regen…?).

Heute schlugen wir die westliche Richtung ein. Zur Surfer-Hochburg von Vancouver Island. Tofino. Irgendwie legte uns jeder, mit dem wir uns unterhielten, die Halbinsel schwer ans Herz. Sei absolut sehenswert und vielleicht sogar die schönste Ecke des Eilands. Und schon auf dem Weg dorthin haute es und von den Socken. Und zwar im „MacMillan Provincial Park“ (auch „Cathedral Grove“ genannt) und im Anschluss gleich nochmal im „Pacific Rim Nationalpark“. Diese zwei Naturschönheiten bieten einen Anblick, den man so schnell nicht mehr vergisst und der uns ganz in den Bann zog. Was genau? Urwaldriesen im Regenwald. Bis zu 60 Meter hoch und mit 9 Metern Umfang. Man betritt die verschlungenen Pfade zwischen dem Gedicht und steht mitten drin. Rings um einen tropft und gluckert es, dicke Moospolster ĂŒberwuchern die uralten StĂ€mme und Äste, lange Bartflechten hĂ€ngen wie VorhĂ€nge von den Ästen. Wo man hinblickt GrĂŒn. Am Boden wachsen ĂŒbergroße BlaubeerbĂŒsche, Farn in HĂŒlle und FĂŒlle, Salal, Moosbeeren und Pflanzen, die derart große BlĂ€tter haben, dass man diese locker als Babydecke hernehmen könnte. Das Licht fĂ€llt nur diffus durch das triefende Dach der Riesen-LebensbĂ€ume. Nur verhaltenes Wispern der kleinen Vögel ist zu hören und mitunter das laute KrĂ€chzen von Raben. Doch tot ist es in diesen WĂ€ldern dennoch nicht. Millionen von Bakterien, Pilzen und Insekten verstecken sich in den tieferen Schichten des wuchernden Dickichts. Alles lebt und sprießt. Wir haben ja die ganze Zeit auf Tarzans Urschrei gewartet. Doch uns lief kein Wilder ĂŒber den Weg, der sich von Ast zu Ast schwang. Macht nichts: der Regenwald an sich ist wild genug.

Tofino selber passt perfekt zu diesem Bild: weiße, kilometerlange StrĂ€nde, an denen sich die Brandung des Pazifiks bricht. Raue Felsen, kleine idyllische Inseln, die der KĂŒste vorgelagert sind, Surfer, die sich in den Fluten tummeln und das Leben in der Stadt selber wirkt ziemlich tiefenentspannt und locker. Flipflop-Badehosen-MentalitĂ€t. Bunte HolzhĂ€uschen, Bars und Restaurants passen da perfekt ins Bild. Sogar Rehe spazieren hier am helllichten Tage unbekĂŒmmert auf der Straße herum. Das Paradies auf Erden! Wir ließen erstmal an einem der StrĂ€nde unsere Seele baumeln und Gedanken schweifen, bevor wir uns im „Wildside Grill“ fangfrischen Fisch in Burgerformat mit Salat und Poutine einverleibten. Ganz großer Tipp: Wenn ihr irgendwo seid, wo das Meer tatsĂ€chlich direkt vor der HaustĂŒr liegt und ihr keine Fischallergie habt, dann lasst euch auf jeden Fall die Meerestiere schmecken. Besser werden die nĂ€mlich woanders niemals sein. Nach dem Essen machten wir uns pappsatt wieder drei Stunden ĂŒber gewundene Straßen und enge BergpĂ€sse auf den RĂŒckweg zur anderen Seite der Insel. Übrigens kann man auf dieser Tour mit bisschen GlĂŒck majestĂ€tische Weißkopfseeadler in abgestorbenen BĂ€umen am Straßenrand erspĂ€hen. Mit zeigten sich gleich zwei dieser erhabenen Vögel. Achtsam und dennoch gelassen hocken sie da, ihr Umfeld scharf im Blick. Genau so, wie man sie von Bildern kennt. Gegen Mitternacht erreichten wir dann die Hauseinfahrt und waren nach dem Tag auch nicht mehr zu viel mehr in der Lage, als uns die Bettdecken bis unters Kinn zu ziehen und uns unseren TrĂ€umen hinzugeben.

Morgen ist Canada Day. Feiertag! Dann wollen wir es nochmal mit Victoria versuchen und gegen Abend nehmen wir dann die FĂ€hre aufs Festland nach Vancouver.

Liebe GrĂŒĂŸe

Eure Wolpis

Einen Blick in den Regenwald der gemĂ€ĂŸigten Breiten
Einen Blick in den Regenwald der gemĂ€ĂŸigten Breiten
Kleiner Matthias, großer Baum
Kleiner Matthias, großer Baum
Verworrnes Dickicht in den RegenwÀldern von Vancouver Island
Verworrnes Dickicht in den RegenwÀldern von Vancouver Island
Flechten und Moose ĂŒberwuchern die BĂ€ume im Regenwald
Flechten und Moose ĂŒberwuchern die BĂ€ume im Regenwald
„The Big Tree“ im MacMillan Park: 76m hoch, ein Umfang von 9m und ĂŒber 800 Jahre alt. Er wĂŒrde sogar den Turm von Pisa um 20m ĂŒberragen
„The Big Tree“ im MacMillan Park: 76m hoch, ein Umfang von 9m und ĂŒber 800 Jahre alt. Er wĂŒrde sogar den Turm von Pisa um 20m ĂŒberragen
Der Farn wĂ€chst bei dem feuchten Klima fast ĂŒberall im Wald bodendeckend
Der Farn wĂ€chst bei dem feuchten Klima fast ĂŒberall im Wald bodendeckend
Alles wuchert und wÀchst
Alles wuchert und wÀchst
Blick auf die See bei Tofino
Blick auf die See bei Tofino
Weiße StrĂ€nde und Wellen machen Tofino bei Surfern sehr beliebt
Weiße StrĂ€nde und Wellen machen Tofino bei Surfern sehr beliebt

InselstĂ€dtchen und chinesischer Abend

28.06.2018 – 29.06.2018

Festina Lente – Eile mit Weile. Inseltage. Und leider auch eher Regentage. Am Donnerstag unternahmen wir darum nur einen kleinen Spaziergang um den Westwood Lake in Nanaimo. Unendlich ruhig lag er da und leise plĂ€tscherten die Wellen an den Strand. Interessant, dass an einem kĂŒhlen Tag wie den heutigen gleich drei Aufsichtspersonen fĂŒr das Strandbad da waren. Aber wenn angekĂŒndigt wird, dass sieben Tage die Woche von 10:00 bis 16:00 jemand da ist, dann muss das wohl auch so sein. Alle Achtung, da könnte man fast von deutscher Disziplin sprechen! Wobei das allerdings bei dem NationalitĂ€ten-Multikulti in Kanada gar nicht so abwegig ist, dass da mal ein Deutscher mitgemischt hat… Wenn wir schon auf einer Insel sind, so sollten wir denn doch auch einen Abstecher an die KĂŒste machen. Und das erledigten wir gleich nach dem See-Gang. ZerklĂŒftet, mit vielen kleinen Buchten, die mit knorrigen Eichen bewachsen sind. Was auch sehr auffĂ€llt, ist der amerikanische Erdbeerbaum. Rostrote, aalglatte Rinde mit ledrig dicken runden BlĂ€ttern kann man schon von weitem leuchten sehen. Ganz typisch fĂŒr die WestkĂŒste Kanadas. Unser Abendessen war dann ein Spektakel fĂŒr sich: es gab chinesische KĂŒche. Aber nicht etwa HundertjĂ€hrige Eier und Ente sĂŒĂŸsauer aus der Fritteuse. Ganz authentisch nach Tradition und wir mengten quasi mit. Unsere Gastgeber Linna und Tom sind nĂ€mlich original aus China und am Morgen hatten wir mit ihnen abgesprochen, dass wir abends zusammen kochen. GefĂŒllte Hundeschnauze mit SpulwĂŒrmersalat. Sehr fein! Geschockt? Ja, wĂ€ren wir auch gewesen. Doch es war weder Hund, noch Katz, noch Wurm. Es gab Schwein. In kleinen Dosen. Verpackt in Nudelteig und im Wasserbad gekocht. Dim Sum, Marke „hausgemacht“. Haben alle fleißig mit ausgewalkt, gefĂŒllt und gefaltet. Geschmeckt hat es am Ende auch super. Nach dem Essen waren wir alle total genudelt und fielen, nach einem Hörvortrag typisch chinesischer Musikkunst von Linna, ziemlich mĂŒde ins Bett.

Am Freitag war dann ein Trip in die Hauptstadt von British Columbia geplant. Victoria, im SĂŒden der Insel. Ihr wisst ja inzwischen, wie es oftmals mit unseren PlĂ€nen verlĂ€uft… Wir schafften es an diesem Tag nicht bis an die SĂŒdspitze. Am Morgen fuhren wir ohne Eile die KĂŒste entlang nach unten. In Chemainus legten wir dann den ersten Zwischenstopp ein. Das kleine HolzfĂ€llerstĂ€dtchen hat sozusagen eine Open-Air-Galerie zu bieten: 39 Wandmalerein, die in der ganzen Ortschaft verteilt sind und Szenen aus den vergangenen Tagen der Siedlung zeigen. FĂŒr alle, die Geschichts- und Kunstinteresse haben definitiv ein Stopp wert (ĂŒbrigens auch fĂŒr alle anderen – die Bilder sind tatsĂ€chlich sagenhaft!). Ein weiterer Ort fĂŒr kulturelle GemĂŒter ist Duncan etwas weiter im SĂŒden. Hier wird besonders die Kultur und die Kunst der Indianer in den Mittelpunkt gerĂŒckt. Auch als „City of Totem“ bezeichnet, sind hier unzĂ€hlige, aufwendig geschnitzte und bemalte TotempfĂ€hle aufgestellt. Mit Beschreibung welche Bedeutung die einzelnen eingearbeiteten Symbole, Tiere und Elemente in den Pfosten haben. Beim Schlendern auf den „Pfaden der Totem“ entdeckten wir eine „Original WestfĂ€lische BĂ€ckerei“. DIE mussten wir uns natĂŒrlich aus nĂ€chster NĂ€he anschauen. Es gab sogar eine echte SchwarzwĂ€lderkirschtorte! Wir deckten uns mit handlichen Leckereien wie Marzipankringel, Florentiner und Ochsenaugen ein. Echte Gourmets wissen: Kein Kuchen ohne Kaffee. Und den bekamen wir gleich nebenan bei „Victory Barber & Brand„. Ein ziemlich hipper Laden. Zwar nicht gerade ein CafĂ©, sondern lustigerweise ein Friseursalon fĂŒr Herren. Ob die da wohl öfter ein „Herr Ober, da schwimmt ein Haar in meinem Kaffee“ zu hören bekommen? Im hinteren Teil des GeschĂ€fts gibt es, optimal integriert, eine Kaffeebar. Die komplette Crew des Ladens gab uns dann, wĂ€hrend sie emsig an den verschiedenen Köpfen herum modelten, Tipps fĂŒr die weitere Fahrt. So landeten wir denn auf der „Enrico Winery„. Und irgendwie blieben wir dort kleben. Hatten einfach zu viel Spaß mit Wayne und Barb, die und kurz vor Feierabend dennoch mit offenen Armen empfingen und mit Charme und Witz bedienten. Die beiden waren es auch, die uns abrieten, am Freitag noch bis Victoria weiterzufahren, da das Wochenende vom „Canada Day“ (01.07. -Nationalfeiertag Kanadas) vor der TĂŒr stehe und der Verkehr entsprechend sei. Wir sollten doch stattdessen lieber den „Kinsol Trestle Trail“ anschauen. Das ist eine alte HolzbrĂŒcke fĂŒr die Eisenbahn Anfang des 20. Jahrhunderts, die ĂŒber den „Koksilah River“ fĂŒhrt. Eine bombastische Konstruktion aus Balken und Pfosten! 188 Meter lang und 44 Meter hoch. Man stelle sich vor: Daneben stehen BĂ€ume, die diese BrĂŒcke in der Höhe sogar noch ĂŒberragen! Über den Wipfeln hingen Nebelfelder und die tiefe Abendsonne hĂŒllte alles in ein mystisches Licht. Man muss sich nicht fĂŒr Eisenbahnen oder BrĂŒckenarchitektur interessieren, um von diesem Objekt und seiner Umgebung beeindruckt zu sein. Von hier schlugen wir wieder die nördliche Richtung ein und erreichten Nanaimo gerade noch im letzten Licht des Tages, um die Petroglyphen im „Petroglyph Provincial Park“ zu betrachten. Dabei handelt es sich um ur-ur-uralte Felsritzungen. Über 1000 Jahre haben die Bilder von mythologischen Seewesen, Menschen und Symbolen schon hinter sich! Das wĂŒrde kein Papyrus in Wind und Wetter ĂŒberstehen. Ein bisschen sehen die aus wie Kinderzeichnungen. Vielleicht hat sich da ja mal ein DreikĂ€sehoch in den dekorativen Vorgartenfelsen des elterlichen Tippis ausgetobt. Laut Wissenschaft sind das jedoch seriöse und bedeutungsvolle Zeichnungen des Snuneymuxw-Stammes.

Zu guter Letzt legten wir noch einen kurzen Stopp im Hafen von Nanaimo ein. Die Möwen hatten sich schon verzogen und die letzten Yachten wurden vertÀut. Also drehten wir auch nur eine kleine Runde und trollten uns dann heimwÀrts ins Bett.

Morgen heißt es frĂŒh aufstehen, da wir fast drei Stunden an die WestkĂŒste von Vancouver Island fahren möchten. „Tofino“ ist eine Halbinsel mit langen StrĂ€nden, Buchten und alten RegenwĂ€ldern. Das möchten wir uns nĂ€her ansehen…

Bis dahin liebe GrĂŒĂŸe

Eure Wolpis

Aussicht ĂŒber den Westwood Lake in Nanaimo
Aussicht ĂŒber den Westwood Lake in Nanaimo
In friedlicher Stille lag der Westwood Lake da
In friedlicher Stille lag der Westwood Lake da
Strandgut
Strandgut
Bucht in Nanaimo (mit einem amerikanischen Erdbeerbaum links im Bild)
Bucht in Nanaimo (mit einem amerikanischen Erdbeerbaum links im Bild)
Rollen, fĂŒllen, falten - DimSum Zubereitung im Team
Rollen, fĂŒllen, falten – DimSum Zubereitung im Team
Chefkoch am Werke
Chefkoch am Werke
Wandmalereien in Chemainus
Wandmalereien in Chemainus
Totempfahl in Duncan - alles Handarbeit
Totempfahl in Duncan – alles Handarbeit
Spaß mit Wayne und Barb von der „Enrico Winery“
Spaß mit Wayne und Barb von der „Enrico Winery“
Wer mal in der „Enrico Winery“ zu Gast ist, kann irgendwo in den Seiten des GĂ€stebuches unsere Schmierereien bewundern :-)
Wer mal in der „Enrico Winery“ zu Gast ist, kann irgendwo in den Seiten des GĂ€stebuches unsere Schmierereien bewundern 🙂
Eine gigantische Konstruktion: Die Kinsole Trestle Trail Bridge
Eine gigantische Konstruktion: Die Kinsole Trestle Trail Bridge
FrĂŒher fĂŒhrten Gleise ĂŒber die BrĂŒcke. Heute ist sie nur noch fĂŒr FußgĂ€nger passierbar
FrĂŒher fĂŒhrten Gleise ĂŒber die BrĂŒcke. Heute ist sie nur noch fĂŒr FußgĂ€nger passierbar
Kletteraffen
Kletteraffen
Glasklar ist das Wasser des „Koksilah Rivers“, den die BrĂŒcke quert
Glasklar ist das Wasser des „Koksilah Rivers“, den die BrĂŒcke quert
Ein fast mystisches Bild: vollkommene Stille und Nebel, der ĂŒber den Wald liegt
Ein fast mystisches Bild: vollkommene Stille und Nebel, der ĂŒber den Wald liegt
Ein Seewolf
Ein Seewolf … Petroglyphen im Petroglyph Provincial Park
Und ein... zweibeiniger HakenrĂŒckenrĂŒssler??
Und ein… zweibeiniger HakenrĂŒckenrĂŒssler??

Pazifik Ahoi – We did it!

27.06.2018

10 Provinzen

16.000 Kilometer

480.000 MĂŒckenstiche

… und wir haben Kanada einmal komplett von Ost nach West durchquert. Heute standen wir dann tatsĂ€chlich an der KĂŒste des Pazifiks und waren selber ganz baff.

Aber: ZĂ€umen wir das Pferd nicht von hinten auf. Wir wachten ja schließlich nicht auf und standen „Plopp“ am Ufer des Ozeans. DANN hĂ€tten wir uns wirklich Gedanken machen mĂŒssen, ob wir nicht doch auch ein wenig bei der Karaoke-Party vom Vorabend mitgemischt und etwas zu intensiv gefeiert haben. Soll ja vorkommen, dass man sich nach so Events plötzlich an den unglaublichsten Orten wiederfindet… Haben wir aber nicht. Wir wachten zum Schrillen des Weckers auf. In den gleichen schmalen Betten, in denen wir es uns am Abend zuvor gemĂŒtlich gemacht hatten. Eigentlich schon mal nicht schlecht. Sonne schien auch. Perfekt! Der morgendliche Enthusiasmus sank jedoch dann mit jeder Minute, die wir auf die Mattscheibe des Fernsehers starrten. War das eine schlechte TV-Soap oder eine besonders schrĂ€ge Komödie?! Ihr werdet’s schon erraten haben: Wir verfolgten das WM-Spiel von Deutschland gegen SĂŒd Korea. Wenn man sich schon den Wecker stellt und nur deswegen um 7:00 aufsteht, dann kann man von der anderen Seite doch auch ein wenig Anstrengung und Entgegenkommen erwarten… Lief aber nichts. Auf das Ergebnis will ich gar nicht weiter eingehen. Sehen wir’s mal positiv: Wir mĂŒssen nun in Zukunft zumindest keinen Wecker stellen oder Bars suchen, die die Weltmeisterschaften ĂŒbertragen und haben nun viiiiel mehr Zeit, Kanadas Landschaft zu inhalieren. Ist doch auch mal was.

Wir verließen den schicksalstrĂ€chtigen Ort zĂŒgig und nahmen wieder Kurs auf Vancouver auf. Hatten aber, kaum dass der Motor lief, einen weiteren Schreckensmoment: Der linke hintere Reifen zeigte einen erheblich niedrigeren Druck an, als am Vortag. Nicht. Schon. Wieder. Bei der nĂ€chsten Tankstelle pusteten wir also erstmal wieder bissl Luft rein (hier muss man ĂŒbrigens meistens dafĂŒr zahlen) und beschlossen die Geschichte vorerst nur im Auge zu behalten.

Und dann ging es bergab: Vancouver, wir kommen! Über die „Lions Gate Bridge“ in das grĂŒne Dickicht des fast 405ha großen „Stanley Parks“. Der ist der Innenstadt Vancouvers vorgelagert und sowohl bei den Anwohnern, als auch bei den Touristen schwer beliebt. Ist aber auch eine Oase, die man nicht missen sollte. Wild wuchernde UrwĂ€lder mit FarngebĂŒsch, Brombeerranken, uralten Riesen-LebensbĂ€umen, deren Wipfel kaum zu sehen ist, bemoosten BaumstrĂŒnken, enormen Douglasien und westlichen Helmlocktannen, sowie HimbeerstrĂ€uchern und allerlei GrĂ€sern. Der „Stanley-Park“ besteht aber nicht nur aus Wald. Es gibt auch zwei Seen (Beaver Lake und Lost Lagoon), einige GrĂŒnflĂ€chen und Freizeiteinrichtungen und den „Seawall“ direkt am Wasser, der fast 9km um die Insel verlĂ€uft und mit Vorliebe von SpaziergĂ€ngern, Radfahrern und Joggern genutzt wird. An der NordwestkĂŒste ragt der „Siwash Rock“ 18m in die Höhe. Ein isolierter Felsen vulkanischen Ursprungs, auf dessen Spitze vereinsamt eine Helmlocktanne dem Wind trotzt. Zu seinem Fuße saß eine behelmte Asiatin, die wohl ein wenig zu stramm in die Pedale getreten, „Kim guck in die Luft“ gespielt hatte oder anderweitig geistig abwesend gewesen war und einen Hechtsprung mit ihrem Rad ĂŒber die Promenadenmauer unternommen hatte. Sie selber schien ob dieses unvergleichlichen Stunts jedoch weniger begeistert. Uns wird es ja immer ein RĂ€tsel bleiben, wie man von dem erhöhten Radweg ĂŒber den erniedrigten FußgĂ€ngerweg komplett mit dem Fahrrad ĂŒber die 50cm hohe Mauer gelangen kann. Wir werden es wohl nie erfahren…

Gegen 15:00 hĂŒpften wir wieder ins Auto, suchten eine Tankstelle auf und machten uns auf den Weg zu Rob. Das ist eine weitere lustige Geschichte, denn Rob kennen wir nicht. Nie gesehen, nie getroffen. Ähnliche Bekanntschaft wie Jinendra in MontrĂ©al. Eine Freundin von mir hatte Rob wĂ€hrend ihres Auslandsemesters in Mexiko kennengelernt und uns seinen Kontakt gegeben. Sei ein netter, cooler Kerl, wohne in Vancouver. Vielleicht könne er uns ja paar Tipps und RatschlĂ€ge geben. Ist es nicht erstaunlich und wunderbar, dass das so funktioniert: Freunde haben Freunde oder kennen jemanden, der jemanden kennt und „Schwupsdiwups“ ist ein Kontakt hergestellt, man trifft sich, kommt gut miteinander klar, hilft sich gegenseitig aus. Wenn die Menschen doch immer und ĂŒberall ein wenig selbstloser und offener miteinander umgehen wĂŒrden… In kurz: Wir verstanden uns tatsĂ€chlich prima mit Rob und da er ĂŒbers Wochenende nicht da ist, hat er uns angeboten, in seiner Wohnung zu ĂŒbernachten. Super, passt perfekt! Denn fĂŒr uns geht es heute erstmal mit der FĂ€hre weiter nach „Nanaimo“ auf Vancouver Island. Dort hat Jakob ein hĂŒbsches AirBnB ausfindig gemacht, wo wir die nĂ€chsten Tage verbringen werden. Wandern, Berge erklimmen, den Ozean bestaunen und vielleicht sogar paar Wale beobachten (obwohl die sich zur Zeit eher vor Alaska aufhalten). Mal sehen, was die Insel uns alles bietet…

Liebe GrĂŒĂŸe

Eure weit gereisten Wolpis

Die Lions Gate Bridge, eine HĂ€ngebrĂŒcke, verbindet West- und Nord-Vancouver mit Vancouver Downtown
Die Lions Gate Bridge, eine HĂ€ngebrĂŒcke, verbindet West- und Nord-Vancouver mit Vancouver Downtown
Blick auf die Lions Gate Bridge von Prospect Point
Blick auf die Lions Gate Bridge von Prospect Point
Urwald im Stanley-Park ... und das in einer Millionenstadt
Urwald im Stanley-Park … und das in einer Millionenstadt
Riesen-LebensbÀume können 50 bis 70 Meter hoch wachsen und einen Stammdurchmesser von bis zu 6 Metern erreichen
Riesen-LebensbÀume können 50 bis 70 Meter hoch wachsen und einen Stammdurchmesser von bis zu 6 Metern erreichen
Die GrĂ¶ĂŸe der Riesen-Thujen ist wortwörtlich schwer zu fassen
Die GrĂ¶ĂŸe der Riesen-Thujen ist wortwörtlich schwer zu fassen
Freie Sicht auf den Pazifischen Ozean
Freie Sicht auf den Pazifischen Ozean
Der „Siwash Rock“
Der „Siwash Rock“
Der „Hollow Tree“ ist mit ĂŒber 1000 Jahren wohl der Ă€lteste Baum im Park
Der „Hollow Tree“ ist mit ĂŒber 1000 Jahren wohl der Ă€lteste Baum im Park
Where the heck is Germany?!
Where the heck is Germany?!
Am Abend nahmen wir die FĂ€hre nach Vancouver Island und ließen Vancouver City erstmal hinter uns
Am Abend nahmen wir die FĂ€hre nach Vancouver Island und ließen Vancouver City erstmal hinter uns

Von Fall zu Fall ein Fall

26.06.2018

Unser erster Etappen-Stopp heute war gar nicht so weit vom Hotel entfernt. Genau genommen gleich nebenan. Denn dort gab es ein kleines Dorf-Diner, wo wir unser FrĂŒhstĂŒck einnahmen. Ein Erlebnis fĂŒr sich. Allein von der Einrichtung ein bilderbuchreifes HinterwĂ€ldler-Bistro: eine Theke, in deren Regalen sich neben GlĂ€sern, Strohhalmen und Besteck auch Teeverpackungen, ein Lager an Imitat-Ahornsirup, PlastikfigĂŒrchen und dekorativ verstaubten Steinornamenten reihten. In zwei Ecken fristeten blassgrĂŒne Pflanzen ihr Dasein. Doch die Tische waren fast alle besetzt. Und bei der Show, die die Bedienung abgab, ist das kein Wunder. Sie schoss echt den Vogel ab! In wippenden Gang schlenderte sie durch den Raum, knallte die bestellten Gerichte vor ihren GĂ€sten auf den Tisch, wirkte aufmerksam abwesend. Wenn sie sich mit jemanden unterhielt, dann in einen eher unbeteiligten Ton, lief im GesprĂ€ch einfach weg auf die andere Seite des Bistros, ohne jedoch ihren Redeschwall zu unterbrechen. Dabei trĂ€llerte sie laut und nicht einmal so gut die verschiedenen Songs im Radio mit. Sie wandelte durchs Restaurant, als wenn sie allein im Raum wĂ€re, ohne dabei jedoch ihre Arbeit zu vernachlĂ€ssigen. Es war tatsĂ€chlich eher so, als wenn sie eine Show in einem Improvisationstheater abhielt, wo die GĂ€ste gleichzeitig als Zuschauer dienen, welche sie mal mehr mal weniger in ihren Vortrag einbezieht. Woanders hĂ€tte dieses MĂ€del vermutlich ihren Job bald an den Nagel hĂ€ngen mĂŒssen, aber hier bildete sie eine erstaunliche Einheit mit dem gesamten Ensemble. Wir amĂŒsierten uns jedenfalls köstlich.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck unternahmen wir einen kleinen Waldspaziergang. Unsere zuvorkommende Diner-Lady hatte uns mehr oder weniger genau eine Empfehlung fĂŒr einen Wasserfall in der Gegend ausgesprochen. War ein wenig schwierig zu finden, weil die Wegbeschreibung an sich anscheinend eine kleine Herausforderung fĂŒr sie war und sie mal zwischen links und rechts, ĂŒbern Berg, hinter der dritten Kurve oder doch der zweiten statt der ersten BrĂŒcke hin und her schwankte. Sie improvisierte eben und am Ende kamen wir, Wunder ĂŒber Wunder, dennoch ans Ziel. Versicherten uns aber nochmal bei einem Ă€lteren Mann, der uns entgegen marschierte, dass wir uns auch auf dem richtigen Pfad befanden. Dieser erwies sich als recht redselig und beinahe hĂ€tten wir an der Stelle Wurzeln geschlagen. Doch am Ende kratzten wir doch die Kurve und befanden uns im Wald, umgaukelt von riesigen Schmetterlingen. Richtig hoch waren diese WasserfĂ€lle zwar nicht, aber dennoch in ihrer Kraft ĂŒberaus beeindruckend. Gurgelnd und schĂ€umend schossen die Fluten dahin. Etwa eine Stunde spĂ€ter waren wir dann wieder auf der Straße. Unglaublich, dass wir bei den wortreichen, verworrenen Beschreibungen des Alten und des MĂ€dels nicht beim Hexenhaus oder bei den sieben Geißlein gelandet sind.

Von Lillooet ging es dann tiefer in die Bergketten von British Columbia. Immer wieder mit atemberaubenden Sichtfenstern auf die weißen BergkĂ€mme und -gipfel. Eingebettet im dunklen GrĂŒn der BĂ€ume und mit munter vor sich hin plĂ€tschernden FlĂŒssen und ruhigen blauen Bergseen. In „Pemberton“ legten wir eine Rast auf der „North Arm Farm“ ein. Hier laufen die Einheimischen mit Eimern ein und aus und holen sich frisch geerntete Kirschen, Erdbeeren und Rhabarber. Wenn man Zeit mitbringt, kann man auch selber pflĂŒcken und dabei so viele FrĂŒchte essen, wie man will. Wir begnĂŒgten uns mit leckeren hausgemachtem Eis in der Sonne der Terrasse. Etwa 5km sĂŒdlich von Pemberton liegen die eindrucksvollen „Nairn-Falls“. Über Stufen stĂŒrzt das Wasser des „Green Rivers“ bis zu 60m im die Tiefe. Dabei offenbart es seine erosive Kraft, hat es ĂŒber die Jahrhunderte doch tiefe Mulden und Höhlungen im den Stein gefressen, wo sich Strudel und Unterwasserverwirbelungen bilden. Mit Sonnenschein zeigen sich gleich mehrere Regenbögen in der hochsprĂŒhenden Gischt. Im „Nairn Falls Provincial Park“ sahen wir auch unsere ersten richtigen Baumriesen, die es im warm-feuchten Klima der WestkĂŒste öfters gibt. MĂ€chtige Riesen-LebensbĂ€ume („Western Red Cedars“), deren StĂ€mme zum Teil dick mit Moos und Flechten bewachsen sind und die wir zu dritt nicht umfassen konnten. Die knorrigen Wurzeln tief in den Boden vergraben stehen diese Giganten hier schon zum Teil seit tausenden Jahren. Im Schatten der BĂ€ume wachsen Schwertfarne, HeidelbeerbĂŒsche, Heidekraut und der geschĂŒtzte pazifische BlĂŒten-Hartriegel. Der nĂ€chste Ort nach den WasserfĂ€llen ist „Whistler“. Nicht weit von Vancouver ist er nicht nur ein Ă€ußerst beliebtes Ausflugsziel fĂŒr Einheimische, sondern auch das grĂ¶ĂŸte Skigebiet Kanadas ĂŒberhaupt. Das KitzbĂŒhel der nördlichen Region, denn die Preise sind hier, dem Tourismus angepasst, auch eher gehoben. Doch schön ist es auf jeden Fall, mitten in Wald und Bergen, mit architektonisch schön gestalteten Hotels, Lodges und einer reizenden FußgĂ€ngerzone, die mit kleinen LĂ€den, Kaffees und Restaurants zum bummeln und verweilen einlĂ€dt. Zahlreiche sportliche WettkĂ€mpfe werden hier im Winter ausgetragen: von den Snowboard-Weltmeisterschaften 2005 bis hin zu den SkiwettkĂ€mpfen der Winterolympiade 2010. Die Gegend um Whistler war und ist nach wie vor Heimat der Squamish und Lil’wat, native IndianerstĂ€mme, die hier frĂŒher zahlreiche Handelsrouten unterhielten. Von „Whistler“ verlĂ€uft der so genannte „Sea-to-Sky-Highway“ bis an die pazifische KĂŒste bei Vancouver. Dieser fĂŒhrte uns dann nach „Squamish“, einer Kleinstadt etwa eine Stunde vor Vancouver. Doch bevor wir dort unser Lager bezogen, legten wir noch einen Stopp bei den „Brandywine-Falls“ ein. Nochmals ein Wasserfall, welcher fast 70m senkrecht ĂŒber die Klippen aus Basaltgestein in die Tiefe fĂ€llt. Eine Geschichte besagt, dass zwei Landvermesser der Eisenbahn einst um eine Flasche Brandy wetteten, wie hoch dieser Wasserfall sei und derselbe so zu seinem Namen kam. Gespeist wird er vom Brandywine Creek, der seinen Ursprung höher in den Bergen im Powder Mountain Icefield hat. Ab hier kann man dann auch immer öfter den DiamanthĂ€her durch die LĂŒfte segeln sehen. Mit einem schwarz abstehenden Schopf und dunkelblau schillerndem Federkleid. Ähnlich wie die Blue Jays, allerdings erheblich kleiner und eben in der Farbe dunkler, mehr ins Schwarz gehend. Vor Ort liefen wir auch einem Schweizer Ehepaar in die Arme, die bei MontrĂ©al eine Milch-Farm aufgebaut haben. FĂŒr alle Milchbauern und solche, die es werden wollen: Der Milchpreis ist fĂŒr den Erzeuger hier auf der anderen Seite des Ozeans auch nicht gerade erschwinglich. Da scheint es weder hier noch da sonderlich gerecht zuzugehen…

Im Hotel in „Squamish“ wurden wir von einem recht aufgeregten Asiaten begrĂŒĂŸt, der uns gleich am Anfang verkĂŒndete, dass es heute Nacht ein wenig lauter und turbulenter vor unserem Zimmerfenster zugehen könnte, da im Pub im Erdgeschoss heut „Canada’s next Karaoke-Star“ gesucht wĂŒrde. Na prima! DAS wĂ€re doch mal ein Sprungbrett in die glitzernde Welt des Ruhms von Stars und Sternchen fĂŒr unsere singfreudige Diner-Lady am Morgen gewesen. Wir selber waren, sagen wir mal, mĂ€ĂŸig begeistert. Begleitet von abendlichen BaladengesĂ€ngen begaben wir uns zu Bett.

Morgen brechen wir die letzten Kilometer bis zur KĂŒste des Pazifiks runter. Dann können wir sagen: Wir haben Kanada von Ost nach West durchquert!

Liebe GrĂŒĂŸe

Eure Wolpis

Der Wasserfall...
Der Wasserfall…
...Und wilde Wasser in den Bergen bei Lillooet
…Und wilde Wasser in den Bergen bei Lillooet
Riesige SchwalbenschwÀnze umsegelten uns und die Blumen
Riesige SchwalbenschwÀnze umsegelten uns und die Blumen
TĂŒrkis schimmert der Lillooet Lake
TĂŒrkis schimmert der Lillooet Lake
Die „Nairn-Falls“ hinter Pembroke
Die „Nairn-Falls“ hinter Pembroke
Der “Green River” nachdem er die „Nairn Falls“ passiert hat
Der “Green River” nachdem er die „Nairn Falls“ passiert hat
Angestautes Schwemmholz im “Cayoosh Creek” beim “Duffey Lake Provincial Park”
Angestautes Schwemmholz im “Cayoosh Creek” beim “Duffey Lake Provincial Park”
Alpenpanorama in Kanada
Alpenpanorama in Kanada
Nicht besonders nah, aber immerhin: ein DiamanthÀher!
Nicht besonders nah, aber immerhin: ein DiamanthÀher!
Der Brandywine-Fall
Der Brandywine-Fall

Auf den Spuren von GoldgrĂ€bern und PelzjĂ€gern

25.06.2018

Heute war er dran, der Wildlife-Park. Gleich nachdem wir unser GepĂ€ck verstaut hatten ging es los. Und wir wurden sogar von der selben Dame begrĂŒĂŸt, die uns gestern schon empfangen hatte. Freute sich sehr uns heute wiederzusehen. Der Park an sich ist eigentlich recht ĂŒbersichtlich, aber schön gemacht. Die Tiere, die hier in den Gehegen leben, sind meistens verletzte Findlinge, aufgezogene Waisenkinder oder Ă€hnliche Individuen, die entweder noch nicht genesen sind, nicht mehr vollstĂ€ndig geheilt werden können oder durch die Aufzucht derart an Menschen gewöhnt sind, dass sie nicht mehr in die Wildnis entlassen werden können. Eine Art Auffangstation also. Vor Ort konnten wir verschiedene Eulen (z.B. Bartkauz oder Virginia Uhu) bewundern, die wir in freier Wildbahn eher nicht zu Gesicht bekommen wĂŒrden. Auch Adler, sowohl Stein- als auch Weißkopfseeadler, bekamen wir zu sehen. Die kann man so zwar auch beobachten (wurde spĂ€ter am Tag mit einem Weißkopfseeadler beglĂŒckt, der am Himmel seine Kreise zog), aber selten derart nah. Um 11:00 wohnten wir auch einer kleinen Flugshow bei, bei der der Tierpfleger eine wunderschöne Schleiereule, einen weniger schönen Truthahn-Geier und einen flugschwachen Rotschwanzbussard vorfĂŒhrte. Der letztere hatte aber mĂ€chtig mit dem starken Wind zu kĂ€mpfen und ward schnell wieder in die windgeschĂŒtzte Unterkunft entlassen. Ansonsten sahen wir zwei Grizzlies, die sich wĂ€hrend der FĂŒtterung um die Fleischhappen jagten, Bisons, Weißwedelhirsche und Bergziegen, Dickhornschafe, freche WaschbĂ€ren, einen Kojoten und einen Luchs und … KEINE Pumas. Dabei waren wir heute bei gemĂ€ĂŸigten Temperaturen und erheblich frĂŒher als gestern dran. Doch die Berg-Löwen schienen beschlossen zu haben, sich vor uns zu verstecken. DafĂŒr konnten wir eines KermodebĂ€ren ansichtig werden. Diese Unterrasse des SchwarzbĂ€ren kommt nur in den gemĂ€ĂŸigten RegenwĂ€ldern Kanadas vor. Normal haben sie eine schwarze bis rotbraune FellfĂ€rbung, doch bei 10% dieser Art kommt es zu einer rezessiven Genmutation. Haben nun beide Elternteile solch ein rezessives Gen, so kann es passieren, dass diese erbliche VerĂ€nderung beim Nachwuchs zu Tage kommt. Und dieser hat dann ein außergewöhnlich creme-weißes Fell. Kein Albino, sondern einfach ein weißer SchwarzbĂ€r. Bei den Indianern waren diese selten Tiere hoch angesehen, ja heilig und wurden auch als „Ghost-“ oder „Spirit-Bears“ bezeichnet. StĂ€ndige Parkbesucher sind hier außerdem die quirligen, flinken Streifenhörnchen, die stĂ€ndig in Bewegung sind und mit ihren glĂ€nzenden Knopfaugen aufmerksam die Umgebung im Blick behalten. Unsere weitere Route fĂŒr heute war zwar, verglichen mit den bisherigen Fahrten, eher kurz, doch dafĂŒr umso schöner. Wir fanden uns mitten in den Bergen wieder. Die hier eher engen, steilen und kurvigen Straßen winden sich hoch ins Gebirge. Die Wipfel des Nadelwaldes drĂ€ngen sich hier auch wieder dicht an dicht. Spitze, graue Gipfel ragen in den Himmel; nicht selten mit Schnee bedeckt. In den Tiefen rauschen wilde BergbĂ€che ĂŒber Felsen und steinigen Grund und manchmal sieht man auch WasserfĂ€lle zwischen den Schluchten und HĂ€ngen, die sich als weiße Rinnsale ihren Weg in die TĂ€ler suchen. Wir konnten ein herrliches Spiel der Wolken und Wetterlage beobachten: Über die einen Bergkuppen zogen dunkle Regenwolken und man konnte sogar den Regen an sich in dĂŒnnen FĂ€den niedergehen sehen. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite hingegen strahlende blauer Himmel und in der Sonne leuchtende Schneefelder. Etwa zwei Stunden spĂ€ter erreichten wir Lillooet. Endstation. Doch uns war noch nicht nach Hotel und Ende zu Mute und so kehrten wir in die „Fort Berens Estate Winery“ ein um zu testen, wie der Wein hier in den Bergen am Fraser River so schmeckt. Und der Weißwein, der kann sich durchaus sehen lassen! Da wir noch immer nicht in Endstimmung waren, fuhren wir bisschen weiter zum „Seton Lake“. Bei Sonnenschein liegt er intensiv tĂŒrkisfarben zwischen den Bergen. Heute eher in einem mystischen blaugrau, da Wolken sich vor die Sonne geschoben hatten. Wenn man den „Highway 99“ Richtung Westen folgt, so passiert man kurz hinter Lillooet eine Haarnadelkurve. FĂ€hrt man dann noch ein bisschen bergan, kann man sein Auto auf einem Parkplatz am Rande abstellen und ĂŒber Waldpfade im die Höhe wandern. Es gibt einige tolle PlĂ€tze, wo man dann einen genialen Ausblick ĂŒber den „Fraser River“ zur Rechten und dem „Seton Lake“ zur Linken hat. Hier ließen wir uns die Bergluft um die Nase streichen und genossen die Aussicht.

Lillooet ist ein verschlafenes, rustikales Örtchen. Ein wenig hat man das GefĂŒhl, dass hier in dem ehemaligen Resort fĂŒr Nugget-verliebte GoldgrĂ€ber und handelstĂŒchtige PelzhĂ€ndler die Zeit stehen geblieben ist. Zu Hochzeiten lebten hier bis zu 20.000 Seelen – heute sind es bloß um die 2300. Viele alte, verlassen und etwas vernachlĂ€ssigt wirkende Baracken. Auch unser Hotel war eher unscheinbar und die Anmeldung erfolgte, sehr interessant, ĂŒber den angeschlossenen Spirituosen-Laden. Aber die EigentĂŒmerin war absolut freundlich und entgegenkommend und auch das Zimmer erwies sich als sauber und einladend. Was will man mehr?!

Morgen geben wir uns noch mehr Berge, fahren nach „Whistler“, grĂ¶ĂŸtes Skigebiet Kanadas und werden die Nacht in „Squamish“ verbringen.

Liebe GrĂŒĂŸe und auf bald

Eure Wolpis

Der Flug von Schleiereulen ist gÀnzlich gerÀuschlos
Der Flug von Schleiereulen ist gÀnzlich gerÀuschlos
Diese Barteule döste entspannt vor sich hin
Diese Barteule döste entspannt vor sich hin
Bei Vernon, dem Truthahn-Geier, muss man ein wenig aufpassen: bei der neuen Pflegerin zum Beispiel probiert er aktuell noch seine Grenzen aus
Bei Vernon, dem Truthahn-Geier, muss man ein wenig aufpassen: bei der neuen Pflegerin zum Beispiel probiert er aktuell noch seine Grenzen aus
Einem Weißkopfseeadler ganz nahe
Einem Weißkopfseeadler ganz nahe
Ein Polarwolf
Ein Polarwolf
Hallo?! Selten, dass ein Streifenhörnchen mal still sitzt
Hallo?! Selten, dass ein Streifenhörnchen mal still sitzt

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Selten und schön: der KermodebÀr
Selten und schön: der KermodebÀr
Der Thompson River direkt hinter Kamloops kommt noch recht öde einher
Der Thompson River direkt hinter Kamloops kommt noch recht öde einher
Bewaldete Bergspitzen
Bewaldete Bergspitzen
Blick auf den Fraser River
Blick auf den Fraser River
GemĂŒtlich und völlig unbeteiligt von uns spaziert dieses Weißwedelreh am Straßenrand entlang
GemĂŒtlich und völlig unbeteiligt von uns spaziert dieses Weißwedelreh am Straßenrand entlang
Das Nadelöhr des Highway 99 am Seton Lake
Das Nadelöhr des Highway 99 am Seton Lake
Lillooet am Fraser River. FrĂŒher florierende GoldgrĂ€ber-Stadt, heute eher unscheinbar. Im Vordergrund „The Bridge of The 23 Camels“ als Erinnerung an die 23 Kamele, die fĂŒr den Goldtransport importiert wurden - aber sich als wenig geeignet fĂŒr die Gegend erwiesen.
Lillooet am Fraser River. FrĂŒher florierende GoldgrĂ€ber-Stadt, heute eher unscheinbar. Im Vordergrund „The Bridge of The 23 Camels“ als Erinnerung an die 23 Kamele, die fĂŒr den Goldtransport importiert wurden – aber sich als wenig geeignet fĂŒr die Gegend erwiesen.

Auszeit

24.06.2018

Ausschlafen. Und dann, einfach weil’s geht, so lange wie möglich im Bett gammeln. So einen Tag hatten wir schon ewig nicht mehr gehabt. Irgendwas will man dann nĂ€mlich im Laufe des Tages dennoch machen, sehen, besichtigen… Heute nicht. Als wir dann schon einen leichten Faulpelz-Flaum angesetzt hatten, erhoben wir uns gemĂ€chlich. Wir hatten freie Wahl: wandern, am „Kamloop-See“ die FĂŒĂŸe ins Wasser halten oder mit dem Kanu professionell kentern ĂŒben, heimischen Tieren im Wildlife-Park nachstellen, ein paar GolfbĂ€lle durch die LĂŒfte schießen, ins Kino gehen, auf einem der WeingĂŒter einen Schoppen trinken, ins Stadtzentrum von Kamloop gehen,… Zahlreiche Möglichkeiten. Wir wollten erstmal in den Wildlife-Park, weil wir da am ehesten die Möglichkeit haben wĂŒrden, einen Berg-Löwen alias Puma in live zu sehen. Doch die Dame an der Kasse meinte, dass es bei 32 Grad wahrscheinlich zu heiß fĂŒr die meisten Tiere sei und wir da morgen in der FrĂŒh eher GlĂŒck haben wĂŒrden. Das ist ja schon mal nett, dass sie uns nicht auf Brechen und Biegen Eintrittskarten verkaufen wollte, sondern uns ehrlich sagte, wo der Hase lĂ€uft (oder eben bei dieser Hitze nicht lĂ€uft). Ein Ă€lterer, aber recht vital wirkender Typ, der daneben stand, gab uns dann den Tipp, doch einfach sieben Meilen weiter auf die „Monte Creek Winery Ranch“ vorbeizuschauen. Sei ein toller Ort, um einen warmen Nachmittag wie den heutigen zu verbringen. Weil unsere Wildpark-Frau dem begeistert zustimmte, ließen wir uns denn auch davon ĂŒberzeugen. So einfach geht das bei uns. Denn, wie ich schon einmal erwĂ€hnte: RatschlĂ€ge von Einwohnern sind in der Regel die besten. Danach könnten wir ja noch immer im Provincial-Park eine Runde drehen. Wir trafen genau rechtzeitig fĂŒr eine FĂŒhrung durchs Weingut ein. Hier, ein wenig auf der Anhöhe, weht ein warmer bestĂ€ndiger Wind, der sacht durch die Reben streicht und die knallige Sonne nicht ganz so present erscheinen lĂ€sst. Wir bekamen sogar einen exklusiven Privat-Rundgang, da wir die einzigen Interessenten waren. Durch Kyle erfuhren wir, dass in den Bergen ringsum auch BĂ€ren, Berg-Löwen und sogar ein afrikanischer Löwe haust. Wir waren gelinde erstaunt, was denn ein Löwe in dieser Region zu suchen habe. Zumindest einer vom anderen Kontinent. Kyle zeigte uns daraufhin lachend eine Felsformation, die tatsĂ€chlich wie ein auf den Pfoten ruhender Löwe aussieht. – Mufassa im „Kamloop-Tal“. Neben dem Wein gibt es hier auch einige Bienen und Ziegen, die friedlich an den GrĂ€sern zupfen. Gegen Ende der Tour beschlossen wir, uns mit einer Flasche des vergorenen Traubensaftes und KĂ€se unter die großen Weiden auf der Wiese vor dem Gut niederzulassen und erstmal Brotzeit zu halten. Interessanterweise bieten hier die meisten WeingĂŒter nĂ€mlich neben einem Restaurant auch eine Picknick-FlĂ€che, wo man die Aussicht bei einem GlĂ€schen genießen kann. Wir kamen auch recht bald mit dem italienischen PĂ€rchen am Nachbartisch ins GesprĂ€ch, welches uns dann zum Abschied saftigen, selbstgebackenen RĂŒbli-Kuchen schenkte.

Irgendwo zwischen vorher und spĂ€ter mĂŒssen wir ein paar Stunden verloren haben, denn als wir das nĂ€chste mal auf die Uhr schauten, war es fast 17:00. Noch in den Park gehen? Bisschen wandern? Doch dann wĂŒrde es recht knapp mit dem Kinobesuch, den wir anvisiert hatten. Also ruhten wir uns nochmal ergiebigst aus und saßen dann etwa zwei Stunden spĂ€ter vor der Leinwand im Cinemax um die Ecke und schauten uns „Jurassic World“ an. Ist recht unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Ein typischer Hollywood-Blockbuster. Aber fĂŒr eine unspektakulĂ€r-lockere Auszeit gerade gut.

Das war unser relaxter Entspannungstag. Ein Tag Pause vom Reisen, Fahren, EindrĂŒcke und Erlebnisse sammeln.

Morgen schauen wir auf jeden Fall nochmal im Wildpark vorbei und dann fahren wir weiter nach Lillooet am Fraser-River. Langsam nĂ€hern wir uns der KĂŒste des Pazifischen Ozeans…

Liebe GrĂŒĂŸe

Eure Wolpis

Heute ließen wir es uns im Schatten von Weiden auf der Monte Creek Ranch gut gehen
Heute ließen wir es uns im Schatten von Weiden auf der Monte Creek Ranch gut gehen
Auf 70 ha Land wird auf der Monte Creek Ranch Wein angebaut
Auf 70 ha Land wird auf der Monte Creek Ranch Wein angebaut
Zum Schutz gegen den Wind werden Zitterpappeln zwischen die Weinstöcke gepflanzt
Zum Schutz gegen den Wind werden Zitterpappeln zwischen die Weinstöcke gepflanzt
Honigbienen bringen neben Wein auch hauseigenen Honig ein
Honigbienen bringen neben Wein auch hauseigenen Honig ein
Der „afrikanische Löwe“, der ĂŒber die Ziegenherde des Weinguts wacht
Der „afrikanische Löwe“, der ĂŒber die Ziegenherde des Weinguts wacht